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Die Fondation Cartier pour l'art contemporain richtet sich im Herzen von Paris ein, gegenüber dem Musée du Louvre. Die kulturelle Institution enthüllt neue zeitgenössische Räume von Jean Nouvel für ihre Ausstellungen, aber auch ein Auditorium und Lebensräume, durch die man tagsüber, abends oder am Wochenende flanieren kann.
Ein neues Leben beginnt für die Fondation Cartier für zeitgenössische Kunst: der Kulturraum eröffnet am 25. Oktober 2025 am Place du Palais-Royal 2, im ersten Arrondissement von Paris. Der berühmte französische Architekt Jean Nouvel hat die Innenräume dieser historischen Adresse neu gestaltet. Die Wahl dieses symbolträchtigen Pariser Architekten ist kein Zufall: Er hatte bereits das ikonische Glasgebäude am Boulevard Raspail entworfen, in dem die Stiftung bis dahin untergebracht war. Die neue Adresse im Palais-Royal, die vollständig renoviert wurde, bietet 6.500 m² wandelbare Ausstellungsfläche. Ihre beeindruckenden Räume weisen stellenweise eine Deckenhöhe von 11 Metern auf. Die zeitgenössische Einrichtung wird durch große Fenster und Glasdächer vervollständigt und ist mit recyceltem Stahl und rohen Materialien wie Beton durchsetzt.
Der Place du Palais Royal 2 kann auf eine lange und umfassende Geschichte zurückblicken. Errichtet 1855 unter dem Einfluss von Baron Haussmann, verkörperte dieses Gebäude damals ein modernes Paris in voller Metamorphose im Vorfeld der großen Weltausstellungen. Damals beherbergte es die Grands Magasins du Louvre, das als das erste Kaufhaus der Hauptstadt galt und in dem man neue Trends wie Accessoires, Mode oder Möbel entdecken konnte. Das Gebäude wurde 1978 in den Louvre des Antiquaires umgewandelt - 250 Antiquitätenhändler und Galeristen versammelten sich unter derselben Adresse - und bewahrt heute noch seine majestätische, denkmalgeschützte Fassade.
Unter dem Titel Exposition générale (Allgemeine Ausstellung) wird die Eröffnungsausstellung bis zum 23. August 2026 gezeigt. Sie ehrt die Sammlung der Fondation Cartier mit 600 Werken von über 100 Künstlern wie Claudia Andujar, James Turrell, Sarah Sze, Olga de Amaral, Junya Ishigami, Solange Pessoa, David Lynch, Annette Messager, Cai Guo-Qiang, Diller Scofidio + RENFRO oder Chéri Samba, die seit ihrer Gründung 1984 Teil ihres Programm waren. Diese Retrospektive umfasst fast vier Jahrzehnte zeitgenössischen Schaffens anhand von emblematischen und prägenden Werken aus ihrer Geschichte. Ein faszinierender Rundgang, der ihre Geschichte und ihre Offenheit widerspiegelt. Entlang des Parcours sind persönliche und thematische Ausstellungen zu entdecken. Die Auswahl der Werke beleuchtet insbesondere den künstlerischen Willen der Fondation Cartier in Bezug auf die großen Themen Architektur, Lebenswelten, Technologien und Wissenschaften. Die Exposition Générale ist eine Anspielung auf die Stände mit Neuheiten, die man vor fast 200 Jahren in den Grands Magasins du Louvre entdecken konnte.
Im Herbst 2026 präsentiert die Fondation Cartier Le Temps des Récoltes, die erste große Ausstellung in Frankreich, die dem ghanaischen Künstler Ibrahim Mahama gewidmet ist. Der für seine monumentalen Installationen aus recycelten Materialien bekannte Künstler verwandelt alle Räume des Palais-Royal. Die Ausstellung vereint auch mehrere Gastkünstler und spiegelt eine kollektive und engagierte Vision des zeitgenössischen Schaffens wider.
Ein Auditorium mit 120 Plätzen, ein pädagogischer Bereich und eine Buchhandlung vervollständigen die Räumlichkeiten dieser neuen Kulturlocation im Zentrum von Paris. Um den Besuch noch interessanter zu gestalten, werden in ihren Räumen eine Vielzahl von Erlebnissen angeboten:
In Zusammenarbeit mit der RATP organisiert die Fondation Cartier ein künstlerisches Programm an mehreren Orten in Paris, darunter die Galerie Valois (in der Station Palais-Royal - Musée du Louvre) und die Station Montparnasse-Bienvenüe. An diesen Orten werden nacheinander Projekte von Yann Kebbi, Olivier Saillard, Andrea Branzi und Raymond Hains zu sehen. Letzterer wird ab Juni 2026 mit der Installation Du Grand Louvre aux 3 Cartier auf der Place du Palais-Royal geehrt, die an die Geschichte des Viertels und den Dialog zwischen Kunst und öffentlichem Raum anknüpft.
Das Quartier du Palais-Royal steckt voller guter Adressen! Entdecken Sie sie auf unserer interaktiven Karte des Viertels:
Was die Kultur betrifft, so kann man hier das Musée du Louvre entdecken, das man über die Straße erreichen kann, und seine nicht weniger berühmte Pei-Pyramide . Außerdem das Musée des Arts décoratifs , den Jardin des Tuileries und das Musée de l'Orangerie, das den Meisterwerken des Impressionismus und der Moderne gewidmet ist. Auf der anderen Seite des Place du Palais-Royalbietet die Comédie-Française seit dem Ende des 18. Jahrhunderts Live-Unterhaltung und Theater, während die Domaine du Palais-Royal einen zeitlosen Spaziergang zwischen historischen Gärten, ikonischer Architektur und den Säulen von Buren ermöglicht. Etwas weiter entfernt sind die Bourse de Commerce - Pinault Collection und die Kirche Saint-Eustache weitere unumgängliche Bestandteile des Pariser Kulturerbes.
Was Shopping angeht, so sind die Rue de Rivoli , das Carrousel du Louvre, die Rue du Faubourg-Saint-Honoré oder La Samaritaine ein Muss. Man kann auch vertraulichere oder überraschende Adressen entdecken, wie die Fromagerie du Louvre (die Picknicks zum Mitnehmen anbietet) oder die charmante Galerie Vivienne.
Paris ist eine Stadt der Feinschmecker und die Gastronomie spielt eine wesentliche Rolle: Das Bistrot Benoit, das Café Richelieu, das Caffe Concerto, das Restaurant du Palais-Royal, das Angelina oder die Restaurants des japanischen Viertels sind allesamt Adressen, die man empfehlen und mit anderen teilen kann. Schließlich sollte man nach Einbruch der Dunkelheit die raffinierten Cocktails der Bar Rehab entdecken, die gut versteckt im Herzen des Hotel Normandy-Le Chantier liegt oder das 75CL mit seiner hübschen Auswahl an französischen Weinen.