Das erwartet Sie in diesem Artikel:
Eingebettet zwischen dem Bastille-Platz, dem République-Platz und des Hôtel de Ville gelegen, vereint das Marais die meisten gay-friendly Orte der Hauptstadt. Bars, Clubs, Boutiquen und LGBT-Treffpunkte finden sich hier in einer geselligen Atmosphäre. Ob für ein Mittagessen auf der Terrasse, einen Spaziergang durch das Marais zur Erkundung seiner Herrenhäuser oder zum Shopping in unverzichtbaren Geschäften wie dem BHV Marais – dieser berühmte Pariser Schwulenviertel begeistert Einheimische und Reisende aus aller Welt gleichermaßen.
Das Marais ist zudem für seine kulturelle Dynamik bekannt. Einige der größten Museen von Paris (Centre Pompidou, Musée national Picasso-Paris, Musée Cognacq-Jay…) sowie zahlreiche Kunstgalerien (Thaddaeus Ropac, Daniel Templon, Karsten Greve…) haben sich dort niedergelassen und machen dieses Viertel zu einem unverzichtbaren Anlaufpunkt des Pariser Kunstlebens.
Ebenfalls im Marais treffen sich jedes Jahr Ende Juni die Teilnehmer eines der größten Feste von Paris: der Pride-Parade, dem Höhepunkt der Quinzaine des fiertés!
| Ort | Erlebnis |
|---|---|
| Paris a Dream | Geführter Gourmet-Spaziergang durch das schwule Marais-Viertel |
| Hôtel de Béthune-Sully | Juwel der klassischen Architektur des 17. Jahrhunderts |
| Maison de Victor Hugo | Literaturmuseum an der legendären Place des Vosges |
| Place des Vosges | Historischer Platz, umgeben von Galerien und Teestuben |
| Musée Cognacq-Jay | Kunst- und Möbelsammlung aus der Zeit der Aufklärung |
| Musée national Picasso-Paris | Meisterwerke der modernen Malerei im Hôtel Salé |
| Le BHV Marais | Shopping für Mode und Wohnkultur sowie eine Dachterrasse mit Panoramablick |
| Rathaus von Paris | Sitz der Stadtverwaltung und Vorplatz für große Versammlungen |
| Centre Pompidou | Moderne und zeitgenössische Kunst sowie LGBTQIA+-Ausstellungen |
| Museum für Jagd und Natur | Zeitgenössische Inszenierung in der Rue des Archives |
Schlendern Sie durch die Rue des Francs-Bourgeois, die Rue Vieille du Temple oder die Rue des Rosiers auf der Suche nach Concept-Stores, Kunsthandwerksgeschäften und unabhängigen Marken. Verpassen Sie auf keinen Fall einen Abstecher in eine LGBT-Boutique im Marais, die sich auf Mode, Accessoires oder unabhängige Verlage spezialisiert hat.
Das Viertel bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an inklusiven Restaurants:
Wenn die Nacht hereinbricht, ist das Nachtleben in vollem Gange:
Um Ihren Besuch optimal zu planen, können Sie den interaktiven Stadtplan des Marais in Paris auf unserer offiziellen Plattform herunterladen oder einsehen.
Auch wenn das Marais nach wie vor das historische Zentrum des LGBTQIA+-Tourismus ist, verteilt sich die Pariser Queer-Szene zunehmend auf mehrere alternative Stadtteile:
Als pulsierendes Herz der Pariser LGBTQIA+-Szene verkörpert das Marais-Viertel Vielfalt, Inklusion und Freiheit. Mit seinen Bars, Galerien, Buchhandlungen, Restaurants und legendären Orten strahlt dieses historische Viertel Tag und Nacht. Aber Paris hat noch mehr zu bieten: Mit über 250 LGBT+-freundlichen Orten in der ganzen Hauptstadt, von Clubs bis zu Partys, von Cruising bis zur Kultur, Paris pulsiert das ganze Jahr über im Rhythmus der Pride, deren Höhepunkt die Paris Pride mit 500.000 Teilnehmern ist. Willkommen in einer offenen, lebendigen und stolzen Stadt.
© Video produziert von der Vereinigung Paris Diversité / Paris LGBT und SNEG & Co
Die Geschichte der LGBT+-Räume in Paris spiegelt die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der Hauptstadt wider. Die geografische Verteilung der queeren Sichtbarkeit in Paris hat sich im Laufe der Jahrzehnte verlagert.
Unter dem Ancien Régime musste die homosexuelle Gemeinschaft im Verborgenen leben. Das Jahr 1750 ist geprägt von der tragischen Hinrichtung von Bruno Lenoir und Jean Diot auf der Place de Grève (heute Place de l’Hôtel de Ville). Obwohl Homosexualität während der Französischen Revolution im Jahr 1791 entkriminalisiert wurde, hielt die polizeiliche Überwachung während des gesamten 19. Jahrhunderts an, was dazu führte, dass sich die Zusammenkünfte in die Diskretion der überdachten Passagen und Boulevards verlagerten.
Bereits Ende der 1960er Jahre wurde das Gebiet rund um die Rue Sainte-Anne (zwischen der Opéra und dem Palais-Royal) zum Zentrum des Pariser Schwulen-Nachtlebens. Legendäre Clubs wie Le Sept, Le Bronx oder Le Colony ziehen Künstler, Modeschöpfer und Intellektuelle an. Dieses gedämpfte Viertel verkörpert das Pariser Nachtleben bis Mitte der 1970er Jahre, bevor die Lokale ins Marais umziehen.
Die Etablierung des Pariser Schwulenviertels im Marais begann Ende 1978 mit der Eröffnung der Bar Le Village durch Joël Leroux in der Rue du Plâtre. 1980 ließen sich Le Central und das Hôtel Central in der Rue Vieille du Temple nieder, gefolgt von Le Duplex. In den 1990er Jahren entwickelte sich das Viertel zum pulsierenden Zentrum der Community mit symbolträchtigen Einrichtungen wie dem Cox, dem Open Café (heute geschlossen) oder der Buchhandlung Les Mots à la Bouche (ursprünglich in der Rue Sainte-Croix de la Bretonnerie).
Nach der Legalisierung der Ehe für alle im Jahr 2013 hat sich die Gesellschaft in Richtung größerer Inklusion entwickelt. Das Marais-Viertel ist heute mit Gentrifizierung und der Ansiedlung internationaler Modegeschäfte konfrontiert. Auch wenn das Viertel nach wie vor eine historische und touristische Referenz bleibt, dehnt sich das Nachtleben und das Vereinsleben mittlerweile auf andere Stadtbezirke aus.