In letzter Zeit hat der Großraum Paris beim Feiern eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt! Ein frischer Wind weht in der Ile-de-France, die so zum Spielfeld einer neuen Generation von Nachtschwärmern geworden ist. Die Partys werden in Clubs, in den Parks und Gärten von Paris und Umgebung oder auch an ungewöhnlichen Orten wie stillgelegten Fabriken gefeiert. Das Musik- und Konzertangebot hat sich enorm aufgefächert. Wegbereiter war und ist die elektronische Musik – allen voran Techno und House – die nach wie vor die Mehrheit der Konzerte stellt. Im Folgenden haben wir die angesagtesten Locations und Partys für Sie zusammengestellt. Ob Rock, Elektro, Select, Alternative, Jazz, Chanson oder Musical … in Paris ist für jeden Geschmack etwas dabei! Die Stadt erfüllt wirklich jeden Musikwunsch.
Paris versteht sich als Hauptstadt des Jazz und bietet viele Möglichkeiten für Jazzfans, die gern zu ihrer Lieblingsmusik tanzen. Für sie stehen legendäre Jazztempel wie Le Petit Journal Saint-Michel (5. Arr.), Le Caveau de la Huchette (5. Arr.), Péniche Le Marcounet (5. Arr) oder Le Duc des Lombards (1. Arr.) auf dem Programm. Fündig wird man auch in den für Paris so typischen Konzert-Cafés, wie dem ** Café Laurent** (6. Arr.), wo in den 50er-Jahren das kulturelle Herz von Saint-Germain-des-Prés schlug und früher Boris Vian spielte, aber auch in Restaurants mit Live-Bühnen wie dem Bellevilloise (20. Arr.) und seinem berühmten sonntäglichen Jazz-Brunch. Genannt seien hier auch das River Café in Issy-les-Moulineaux und seine auf der Seine schwimmenden Konzerte, Le Triton, ein Vereinsrestaurant in Lilas, das zahlreiche Jazzkonzerte ausrichtet, oder auch La Dynamo de Banlieues Bleues in der ehemaligen Fabrik für Jutesäcke in Pantin …
Die zahlreichen Pariser Bars und Clubs bringen Rockmusik jeder Couleur auf die Bühne. Ob Indie, Punk, Garage, New Wave, Hard Rock oder Heavy Metal … fast jeden Abend gibt es etwas auf die Ohren und manchmal verwandeln sich die Konzerthallen nach dem Live-Auftritt auch in Tanzflächen. Maßstäbe setzen auf diesem Gebiet das In-Place Le Gibus (11. Arr.).
Die Gemeinschaft der Schwulen und Lesben gehört stets zur Vorhut der Nachtschwärmer und ist damit für den derzeitigen Hype um das Pariser Nachtleben mit verantwortlich. Und natürlich sind die Partys der Gemeinschaft immer „hetero-freundlich“. Es herrscht ein offener, sehr entspannter und feierfreudiger Geist. Neben den angestammten Hotspots im Marais (wie den Bars Banana Café, The Labo, Bears’ Den gibt es auch das angesagte Rosa Bonheur: Das Rosa Bonheur Buttes-Chaumont wird im März nach Bauarbeiten neu eröffnet, und dann gibt es noch seine kleine Schwester, das Rosa Bonheur sur Seine am Seine-Ufer. Pinke Partys finden oft auch in echten In-Places statt: Das gilt für die Samstage von Gibus (11. Arr.), Le Tango (3. Arr.), das auch als „La Boîte à frissons“ („der erregende Club“) bekannt ist. In puncto Partys haben Sie die Qual der Wahl: la Madame Klaude à l’Alcazar, Barbieturix pour les filles, Bizarre Love Triangle, Menergy. Nicht zu vergessen: La Nuit des Follivores et des Crazyvores.
Definitionsgemäß tanzen hier Menschen „in guter Gesellschaft“ … hier zu landen, ist mehr oder weniger schwierig, es sei denn, man gehört dazu, ist vielleicht sogar Mitglied, wie im berühmten Silencio, das sich der amerikanische Regisseur David Lynch ausgedacht hat. Korrekte Kleidung ist auch an Orten wie dem Medellin Paris (16. Arr.), dem Carmen (9. Arr.) oder dem Speakeasy (16. Arr.), Boum Boum (8. Arr). Nicht zu vergessen: die zahlreichen VIP-Nachtclubs im Pariser Westen, rund um die Champs-Élysées, etwa im 8. Arrondissement der Hauptstadt: Matignon, Chez Raspoutine, Maxim's, Manko oder L'Arc.
Bei vielen Locations gibt es einen Innen- und einen Außenbereich. Nicht selten beginnen die Feten schon gegen Mittag. In den Frühlingsmonaten stürmt ein verkleidetes und schillerndes Publikum die Innenhöfe, Terrassen oder künstlichen Strände, oft mit Kindern, die in der Sonne spielen.
Eher kneipenmäßig geht es im Rosa Bonheur im Park Buttes-Chaumont (19. Arr.) zu, sowie im Rosa Bonheur sur Seine (7. Arr.) oder auch in La Guinguette de l’île du Martin-pêcheur in Champigny-sur-Marne oder auch bei der **reisenden Kultur-Peniche Le Barboteur, die zwischen Paris 19e, Pantin und Bobigny verkehrt.
Auch erwähnenswert ist das Glazart, dessen LaPlage ganz Paris begeistert, oder auch La Clairière und das Chalet des Iles (im Bois de Boulogne). Übrigens verwandeln sich die Parks von Paris und Umgebung zuweilen in Festival-Stätten. La Dynamicale hat sich zum Beispiel den Parc Jean-Moulin in Bagnolet ausgesucht und veranstaltet dort ein zweitätiges Festival. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Websites dieser Örtlichkeiten und Kollektive.
Und im Sommer dürfen Sie L’Été du Canal keinesfalls verpassen, dessen reichhaltiges und vielfältiges Programm den Canal de l’Ourcq zwei Monate lang mit Leben erfüllt: Bootsfahrten mit Festen und musikalischer Untermalung, Spaziergänge, Volksfeste, Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, ein Rundgang durch urbane Kunst, Jachthäfen, Familienaktivitäten etc. – ein wahres Fest, das jeden Tag geöffnet hat!
Mit ihrer gedämpften, ungewöhnlichen oder eleganten Atmosphäre sind Hotelbars ideal, um die ganze Nacht zu feiern. Immer mehr Lokale beauftragen Nachtleben-Experten mit der Programmgestaltung, um dank Konzerten oder DJ-Sets zu Orten zu werden, an denen man die ganze Nacht tanzen kann.
Für ausgefallene Partynächte empfiehlt sich das Kube Hotel, wo die After-Work-Partys oft bis spät in die Nacht dauern. Das Hotel Le Méridien Étoile setzt hingegen auf Jazz- und Soulkonzerte in seinem legendären Club Jazz Étoile. Verpassen Sie nicht die Pariser Vororte mit den beiden Adressen des Mama Shelter, wo regelmäßig Hip-Hop-Größen für Musik sorgen und die Nächte unvergesslich sind.