Der mitten in Paris auf der Île de la Cité gelegene Justizpalast nimmt eine Fläche von über 4 Hektar ein und die Fläche seiner Etagen beläuft sich auf fast 200.000 m². In seinem Inneren zählt man etwa 24 Kilometer lange Flure, 7000 Türen und über 3150 Fenster. Die Geschichte des Pariser Palais de Justice hat zahlreiche Überschneidungen mit der Stadtgeschichte. Sie ist ebenfalls untrennbar mit der Geschichte des Königtums verbunden, denn der Palast war lange Zeit Wohnort von Souveränen. Als Monarch göttlichen Rechts konzentriert der König in seiner Person die legislative und exekutive Gewalt, aber auch die richterliche Autorität. Die Geschichte des Palais bis zum 10. Jahrhundert entzieht sich uns nahezu vollständig. Das lässt sich leicht erklären, wenn man in Betracht zieht, dass die merowingischen und karolingischen Könige und deren Höfe keine festen Wohnsitze hatten. Vielleicht haben Sie manchmal auf der Île de la Cité residiert.
Wussten Sie schon?
In den Galerien des Palais de Justice erschien 1617 die erste Übersetzung (aus dem Lateinischen ins Französische) von Pindars Meisterwerk Les Olympioniques, Pythioniques, Nemeoniques, Isthmioniques. Oder Oden zu Ehren derer, die siegreich aus den Olympischen Spielen hervorgegangen sind, Pythioniker, Nemeoniker, Isthmiker.